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Dieses Thema hat 13 Antworten
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wandklex Offline




Beiträge: 4.715

15.06.2008 12:09
RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Künstler der Lübecker Innenstadt machen an zwei Nachmittagen ihre Wohnungen der Öffentlichkeit zugänglich.
Nordlichter: HINGEHEN!

Der genaue Künstlerplan ist hier zu finden:
http://www.privatart-luebeck.de/
Erfahrungsbericht von mir folgt.

wandklex


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

26.06.2008 22:34
#2 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Toll wars - ich muss nur noch die Bilder bearbeiten, dann erzähl ich n bissel was dazu!


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

11.07.2008 14:40
#3 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

jaja, ich weiß.... bis ich mal losleg gibts schon die PrivatArt 2009...


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

13.07.2008 23:31
#4 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

PART I

Die PrivatArt ist ein bereits zum dritten Mal hier in Lübeck stattfindendes Event, das "Tag der offenen Atelier-Tür" bei den teilnehmenden Künstlern bedeutet.

Zusammen mit meiner Nachwuchs-Mäzenin Melinda machte ich mich des Sonntagmittags neugierig auf, um zumindest in den in Lauflage erreichbaren Ateliers und Wohnungen trotz des dräuenden Sommergewitters ein wenig frische Künstlerluft zu schnappen, was bei der lastenden Stickigkeit der elektrisch geladenen klebrigen Unwetterluft genauso schwer fiel wie jeder Schritt übers holprige Lübecker Kopfsteinpflaster....

Unser erster Besuch führte uns in die Altstadtmittezur Engelsgrube; ins karge noch ganz neu bezogene Refugium von Frau Susanne Schledt. Man sah es den Räumlichkeiten schon an, dass die Umzguskartons wohl gerade erst ausgepackt worden waren - es hing noch keine Arbeitsatmosphäre in der Luft; kein Gipsspritzer oder Schnipsel irgendwo; alles so steril als wären die Gipsskulpturen Modelle für die Pathologie... das Ganze wirkte auf mich eher wie für die PrivatArt ausgepackt und als ob nachher alles wieder eingepackt werden müsste....

Frau Schledt selbst aber machte diesen Eindruck wieder mehr als wett indem sie uns in ihrer als recht offen empfundenen Art unaufdringlich dazu ermunterte, in keinster Weise Berührungs-Ängse an den Tag legen zu müssen und unsere Fragen bereitwillig beantwortete.

Der auch für die Künstlerin überraschende Besuch ihres Vaters, eines reizenden alten Herrn, und zweier Freunde - die Dame ein Bild für sich, so schön und apart - ließ erst ein wenig merkwürdige "Voyeursgefühle" in uns aufkommen und sorgte dann aber schnell für eine familiäre Atmosphäre, die auch uns umgab.

Ihre Arbeiten selbst waren eher kleinformatig und viele davon eigenartig liebevoll-unfertig modelliert; zum Teil nur angedeutet ausgearbeitet, was dem Ganzen einen provisorischen Charakter gab. Die ein oder andre Gipsarbeit wirkte mystisch-unheimlich und hätte getrost auch die Szenerie von nächtlichen Zusammenkünfte geheimnisvoller Vereinigungen schmücken können... interessant, mit viel Raum für Phantasie!









Versehen mit Keksen, netten Worten und dem Hinweis auf die weiteren Objekte von ihr in der nebenan kreuzenden Großen Kiesau machten wir uns auf, um dem nächsten Atelier einen Besuch abzustatten.

Darüber mehr im nächsten Beitrag...


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

14.07.2008 00:24
#5 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

PART II

Die Große Kiesau wartete dagegen mit einer "echten" Privatwohnung auf; ganz deutlich, dass normalerweise "richtig" gelebt wird hier..

Auf zwei handtuchschmalen Stockwerkchen ballte sich die Atmosphäre von "Hier wird gelebt, gearbeitet, gekocht und gelacht" aufs Ästhetischte zusammen... eine offene Katzenklappe zum winzigkleinen rosenberankten Hinterhöfchen und ein aus Raumnot mittenmang im Entreezimmer aufgehangenes Fahrrad zeugte ebenso von Leben wie die Objekte und grafiken von Frau Susanna Allievi und ... wieder von Frau Schledt, die wir ja bereits kennenlernten.

Aus freundlichen Händen wurde uns ein glas köstlicher Tee kredenzt, stark, heiß und süß wie jede kreative Leidenschaft und Liebe zu sein hat; dazu unbeschreibliche Kekse mit erhöhtem Suchtfaktor - ein Kunstwerk an sich...

Schlafende Schönheiten auf der Fensterbank, alltägliche Stilleben und Refugien voller Schönheit und mit der Ausstrahlung von Ruhe, alles überraschend geräumig wirkend trotz der realtiven Enge der Kämmerchen... und der Besucher fühlt sich wohl und willkommen; die Eindringlings-Stimmung kommt kaum auf.
Wir gehen ungern.

Die triumphierend eine Beckerfaust ballende Bronzeskulptur im Eingangsbereich von Frau Schledt,
die heißt übrigens "Er ist weg!" ... lässt ja tief blicken















...und im nächsten Beitrag gehts wieder ein paar Hausnummern weiter...


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

16.07.2008 22:44
#6 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

PART III
Wir tappen die buckligen Kopfsteinpflaster der Großen Kiesau um ein paar Häuser weiter vorwärts und strecken vorsichtig den Kopf durch die angelehnte Tür mit dem "PrivatArt"-Plakat drauf und blicken in einen wintergartenähnlichen Innenhof.
Sind wir hier richtig????
Von oben dringen unwirkliche Sommergewitter-Sonnenfetzen durchs grünberankte Glasdach, und ein paar verschlafene Gestalten sitzen gemütlich und mit buddhistischer Gelassenheit darunter an einem riesigen Holztisch in dieser Laube.

Es riecht nach frischen, perfekt gebratenen Bratkartoffeln mit Speck; aromatisch duftende Kaffeebecher werden fest zwischen offensichtich noch müden Händen gehalten und wir scheinen weder besonders zu stören noch besonders zur Kenntnis genommen zu werden. Die Künstlerin, Frau Bärbel Pfanne, ist hier selber in persona nicht vertreten...

Das anwesende zwar freundlich-bunte, aber noch nicht sehr gesprächige Völkchen bedeutet uns mit einer beiläufigen Handbewegung die Richtung zu den überall aufgestellten und -hängten Exponaten und setzt seine Unterhaltung fort. Schade, dass die Künstlerin nicht da war...
Die Arbeiten haben mir nämlich außerordentlich gut gefallen...
Auf den ersten Blick wirkten sie wie glänzend glasierte Keramik-Stelen (ich begann schon zu rätseln, wie die auf einmal in einen Brennofen passen sollten) - bis mir das Géheimnis dann klarwurde und sich mir enthüllte, dass es sich um ganz besondere Collagen handelte, zusammengesetzt aus gelacktem Fotopapier, Perlen und Farbe, vielfältig besetzt mit Spiegelchen, Ornamenten und Posamenten, merkwürdig in ihrer teilweise schier indisch und orientalisch angehauchten Pracht, manche fast wie Gebetsstelen aus heiligen Tempeln, doch immer wieder versehen mit westlichen Details, witzig gemacht - würde ich mir zu großen Teilen in all der opulenten Pracht auch in einigen meiner eigenen Privaträume gut vorstellen können!

Etwas schüchtern-befangen ob des von uns befremdlich deutlich empfundenen Eindringens in eine bewohnte Privatsphäre krabbeln wir die enge Holztreppe nach oben (auch hier folgt, erwartet oder beobachtet uns niemand; welch Vertrauen!)











So unspektakulär und nebenher wie unser Empfang verläuft auch unser Abschied, ein letzter Blick auf die Collage im Eingangsbereich, auf die Sonnenstrahlen treffen -und ein klein wenig vom Funkeln der orientalischen Pracht nehmen wir dabei aber in uns mit - was ein zauberhafter Stil, den Betrachter zu erfreuen!



...und weiter ging unsere Wanderschaft - Fortsetzung folgt - bleiben Sie dran!


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

17.07.2008 22:46
#7 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

PART IV

Unser Besuch in der Fischergrube bei Frau Ursula Ernst ist fotografisch leider nicht dokumentiert, obwohl sich das rein motivmässig ganz sicher gelohnt hätte - ich traute mich aber schlicht und ergreifend nicht, in diesem stilvollen Ambiente so schnöde wie ein Tourist vor mich hin zu knipsen...

Immerhin waren das Kind und ich trotz unseres ganz offensichtlich nichtvorhandnen echten Kunstverstandes durch die Gesichtskontrolle gelangt und es ward uns Einlass gewährt Ich fühlte mich nicht so recht zugehörig, eher nur reingelassen denn willkommen, das familiär-Intime der letzten Stationen wollte hier nicht aufkommen - wie Aschenputtel das mit aufn Ball darf...und wurde mir dabei meines eignen "Schmalspurkünstlertums" und meines solidem Viertelamateurswissens wieder sehr bewusst, DAS sind die "richtigen" Künstler, oder???.. in so einer Situation, da fotografiert man doch nicht, das wirkt ja wie kurze Hosen im Petersdom.. und wolln wir mal die Generösität der uns Einlass Gewährenden nicht überstrapazieren...!)

Spaß beiseite, ich hatte echt Hemmungen zu fotografiern! Angesichts des musealen Chics der schier einem Schöner-Wohnen-Prospekt entsprungenen Wohnung verschlug es uns sowohl den Atem, den gsunden Menschenverstand als auch die Handlungsfähigkeit.
Welcher zeitgenössische Künstler kann sich zum Teufel so eine Wohnung leisten!?!

Schüchtern schauten wir uns um, und wären wir nicht so von dem durchgestylten Gesamtambiente gefesselt (oder schnöde von gelbem Neid zerfressen?) gewesen, dann hätten wir sicher auch den Bildern mehr Augenmerk geschenkt.... so erinnere ich mich leider nur noch an ein Exponat, das zwei Tafeln in Blindenschrift darstellte, die recht eindrucksvoll Braileschrift zum Kunstobjekt erhob und sicher auch irgendeine weitere Botschaft barg...

Fragen trauten wir uns eh nicht, das war viel zu professionell um eine gewisse notwenige Ver- und Zutraulichkeit aufkommen zu lassen.
Außerdem wären wir damit bestimmt auch arg ungelegen gekommen, weil grad eine Exclusivführung (geleitet von der Künstlerin selbst ?) nebst Interwiew mit einem sicher wesentlich wichtigeren Herrn von der überregionalen Fachpresse am Laufen war - irgendwie war klar, dass wir es hier zumindest komerziell mit der höheren Liga der Kunstschaffenden zu tun hatten.

Befangen-ehrfürchtig sahen wir uns also um; jede Ecke ein optischer Schmaus, spiegelnde Granitböden ,moderster High-Tech, dezent integriert in ausgesuchte Antiquitäten; alles gekonnt sparsam dekoriert und geschickt inszeniert auf zwei großzügigen Wohnebenen... und als prägnanteste Erinnerung eine Profi-Edelstahlküche, die so jungfräulich blank und fleckenlos aussah als wüsste der Besitzer nicht, dass sie nicht nur für die Labsal des Auges erdacht wurde... für eine Verabschiedung nahm von uns keiner Notiz... schade - wenn die Menschen dort möglicherweise nett gewesen wären und Interesantes zu berichten gehabt hätten - so sind wir leider nicht so recht in diesen Genuss gekommen.

Keinem fiel angesichts der "echten Fachkundigen" die hier vertreten waren wohl auf, dass wir relativ schnell wieder das Weite suchten ... natürlich nicht, ohne vorher noch die Gummibärchen-Kredenz abzuräumen.... so blieb denn doch wenigstens ein nachhaltigerer Genuss von diesem Besuch.

Draußen atmeten wir denn beide irgendwie erleichtert und geradezu befreit auf (was bei der sich entladenden Gewitterfront mit atemberaubend stehender Luft ja was heißen will) und strebten gen Königstraße durch den einsetzenden Sommerregen zu unserm nächsten Ziel.

Darüber dann später weiter im Text...
Bleiben Sie dran!


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

19.07.2008 02:01
#8 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

PART V

Unsere nächste Adresse scheint die Erfahrung zu wiederholen - die prachtvolle Fassade der Königstraße (Nomen est omen?) verheißt jedenfalls eine nicht minder noble Wohnadresse... Lübecker Künstler scheinen keine Existenzprobleme zu kennen, dünkt uns....:



kaum kriegen wir die schwere doppelflüglige Eisentür mit ihren kunstvoll geschmiedeten Ornamenten aufgewuchtet, und wir betreten eine kühle, vor schwarzweißem Marmor und feinverlegtem Terrazzo(?)prunkende Eingangshalle mit Säulenaufgängen, die allein im Foyer wohl schon auf jeden Schritt gefühlte hundert Euro Miete pro berührtem Quadratmeter kostet...

Es geht souterrain; wir haben laut PrivatArt-Plakatierung die Qual der Wahl wos erst langgeht - und entscheiden uns erst für den Wegweiser nach rechts; der uns in dine Physiotherapiepraxis Art am Koberg leitet.

Ein herzicher Empfang lässt uns ebenso aufatmen wie eine luftige, sichtlich wohltuende Gesamtatmosphäre.
wen wunderts, die Praxis hat sich das Thema "ganzheitliche Wellness" auf die Fahnen geschrieben, und weiß Gott, das nehmen wir ihnen als glaubhaft ab.

Die Praxis stellte ihre Räume für die Aussttellung der Malerin und Keramikerin Margarete Böhme zur Verfügung, wobei wir die Bidler nur am Rande wahrnahmen, weil deren bezaubernde Keramiken - allerlei Gestalten und Getier, aber insbesondere die fragilen Damenfigürchen und die aufm Umzugskarton friedlich schlafend zusammengerollte Füchsin - unsere Herzen im Sturm erobern... kein Foto könnte je die verinnerlichten, feinen, wissenden Gesichtszüge und die harmonischen Farben so getreu wiedergeben... die ganze Ausstrahlung der Arbeiten wird einem da wohl nur im direkten Gegenüber spürbar... einfach zauberhaft!













...den Fuchs mitzunehmen wär angesichts seiner fast naturgetreuen Größe dann leider, leider doch zu sehr aufgefallen...

...also nur mit Kuchen und Erinnerung bewehrt rüber zu Nachbars - da wars auch schön, aber das ist wieder eine andre Geschichte...
...to be continued...


Geladener Gast ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2008 21:13
#9 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Gehts da noch weiter? Toller Bericht!
Es grüßt Dich mit Dank fürs Gastrecht
Pedro


*Melinda* Offline




Beiträge: 965

16.08.2008 12:48
#10 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

ja Mama wir waren doch noch bei dem Glaskünstler und bei der Frau mit dem tollen Fußboden


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

16.08.2008 19:31
#11 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

ups stimmt, dacht ich hätt schon... na denn sollt ich da aber bald mal ran... sosnt ham wir schon die nächste PrivatArt


ana ( gelöscht )
Beiträge:

18.08.2008 15:36
#12 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Danke liebe Wanklexchefin
für diesen detaillierten Bericht

Mir ist als bin ich dabei gewesen.

lg.ilseana


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

19.08.2008 10:23
#13 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Das freut mich sehr!
Einen kleinen Nachschlag gibts noch, der is in Arbeit - find nur die Bilder net wieder im Bermudadreieck meiner neusortierten Festplatte....
Und da kommen dann dann sogar noch ein paar ...
NACKTE TATSACHEN


wandklex Offline




Beiträge: 4.715

21.08.2008 21:04
#14 RE: Bei Künstlers zuhause: PrivatArt 21./22.6. Lübeck antworten

Hurra, die Bilder haben sich wieder angefunden - bzw. ich stelle fest dass es zur übernächsten Station gar keine gibt - da kann ich ja lange suchen!

PART VI

Mit leisem Bedauern (weil der friedlich schlummernde Fuchs doch gar so allerliebst und vor allem vermutlich in selbem Maße unerschwinglich war) verlassen wir die ausstellungsbeherbergende Praxis und folgen den Schildern, die den Weg durchs Korridorlabyrinth des alten Herrschaftshauses weisen.

Wir betreten eine kühle, säulenhallenähnliche Wohnung, die beherrscht wird von einem edlen kühlglatten Marmorfußboden mit in strengem grafischem Schwarzweiß gehaltenen Steinintarsien .

Ich kann mir schier nicht vorstellen, dass hier tatsächlich jemand wohnt - und wenn, dann hat der aber echt enorme Heizkosten, so frischtemperiert wirkt die polierte Pracht.

...und hier steht an garnicht diskreter Stelle (völlig zu Recht) auch der Spendensammelpokal zugunsten der Initiatorin, Frau Angélique Croisille, damit es auch eine vierte PrivatArt in 2009 geben kann. Leider bin ich grad zu pleite um mit meinen Restbeständen an Kupferlingen nicht peinlich zu wirken, also lass ich es lieber gleich und gelobe dafür anderweitigen Einsatz...

Meine Tochter ist indessen sofort von einem am Rande des Raumes als Gimmick (?) in den Fußboden eingelegten Schachspiel im Formatt von etwa 1x1 m begeistert, das mit durchsichtigen Elementen versehen ist und von unten beleuchtet werden kann - hinreißend! Eine offenstehende Türe gibt einen überraschenden, unerwarteten Blick auf einen charmanten, weitläufigen Hinterhausgareten frei - hier könnte ich mir alkoholschwangere Künstlerfeste unter Lübecks nächtlichem Silbermond vorstellen; mit genügend Platz für eine improvisierte Liveband... in Gedanken hänge ich schon Lampions in das Geäst der alten Ostbäume und entzünde den gemauerten Außenkamin... schon hör ich die Scheite prasseln und das goldne Licht des Feuerscheins lässt die Szenerie erstrahlen..

Aber hallo! Aufwachen!!!

Eigentlich sind wir ja hier, um die Fotografien von Herrn Erik van der Haas unter dem Titel "Nude - Ästhetik des weiblichen Körpers" zu sehen. Sie sind so geschickt in die Raumgestaltung integriert, dass es anmutet als hingen sie schon immer hier; keinesfalls wirkt es so als wären sie nur um der Austellung Willen hier an Ort und Stelle gebracht worden.

Schön beleuchtete, sensible Fotografien von teilweise sehr irdischen aber auch überirdisch schönen Modellen - in streckenweise ungewöhnlichen oder gar ironisch angehauchten Posen. Trotz der Gefahren in Niederungen abzugleiten, die das Genre "Aktfotos" ja so birgt, gelingt es Herrn van den Haas treffich, dass seine Exponate nie billig und nie genierlich aussehen und stets als Huldigung an das charmante Ebenmaß weiblicher Fastperfektion verstanden wird.



Anwesende Kenner der Frauenwelt nahmen das kritisch längere zeit prüfend unter die Lupe, fanden aber wohl auch nix auszusetzen....



Besonders gut hat mir persönlich dieser Akt gefallen:

.

...und nach soviel ästhetisch-nackten Tatsachen ist ein Blick in den Spiegel wohl logische Konsequenz - und das taten wir aber dann bei der nächsten Privat-Art-Station.

Da besuchten wir einen Glaskünstler, der u.a. auch fantastische Spiegel gestaltet....


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